Gustavstraße

Die Gustavstraße gehört zu den ältesten Straßen Fürths. Ursprünglich war es die „Bauerngasse“, da sie eng mit dem mittelalterlichen Marktgeschehen verbunden war und hier vor allem landwirtschaftliche Wagen und Händler verkehrten. Sie liegt im alten Siedlungskern rund um St. Michael und war lange Zeit eine zentrale Verkehrs- und Handelsachse, bevor diese Funktion zunehmend auf die Königstraße überging. Im 19. Jahrhundert wurde sie schließlich in Gustavstraße umbenannt, vermutlich in Erinnerung an den schwedischen König Gustav Adolf, der im Dreißigjährigen Krieg in Franken eine Rolle spielte. Die Gustavstraße wird durch ein sehr dichtes und unregelmäßiges Straßenbild mit schmalen Grundstücken, unterschiedlichen Baufluchten und einer großen Vielfalt an Gebäudetypen geprägt. Typisch sind Bürgerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, mal mit Sandsteinfassaden, mal verschieferte Fassaden oder auch mit sichtbarem Fachwerk. Viele dieser Häuser besitzen umfassende Hofanlagen, die auf die frühere Nutzung als Handwerks- und Wohnhöfe zurückgehen.