Kapuzinerkloster

In diesem Bereich stand bis zur Säkularisation das Kapuzinerkloster von Konstanz. Ursprünglich um 1603 gegründet wurde es mehrfach verlegt. Nach der Reformation waren die Kapuziner in die Stadt gerufen worden, um die Gegenreformation zu unterstützen und damit die Macht des Bischofs wiederherzustellen. Heute steht an der Stelle des Klosters das Gebäude der ehemaligen Reichspost, welches 1891 im Stil der Neorenaissance errichtet wurde. Schaue dir das Gebäude genauer an.
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Das Erdgeschoss ist verputzt und imitiert ein historisches Mauerwerk [1]. Die Fugen zwischen den Bausteinen sind breit und sehr gut sichtbar. Besonders im Historismus kam dieses Stilelement zum Einsatz und wird als Rustizierung bezeichnet. Das Zierelement unter dem Dach wird als Fries bezeichnet und stellt Blüten und Blätter dar. [2] Hierdurch sollte die Fassade etwas natürlicher wirken und die Verbundenheit der damaligen Erbauer mit der Natur unterstreichen. Die Fenster der ersten Etage werden durch dreieckige Ornamente verziert. Es ist ein sogenanntes Giebelfenster mit einer Verdachung. [3] Als Bauplastik [4] ist die Vase ist nur dekorativ. Sie gibt dem Gebäude ein prunkvolleres Aussehen.
Die Pfeiler des Mittelteils sind Pilaster [1], also Wandpfeiler, die nur wenig aus der Fassade heraustreten.
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