Unterstadt

Die Judengasse bildet die „Grenze“ zwischen der östlich gelegenen Oberstadt und der westlich gelegenen Unterstadt 2 . Die Unterstadt war im Mittelalter stark vom Handwerk geprägt. Typisch für diesen Bereich waren Berufe wie Gerber, Färber, Fuhrleute und Weingärtner, die mit ihrem oft wasserintensiven Gewerbe von der Nähe zum Ammerkanal profitierten. In der Unterstadt fand man vorwiegend einfache Wohnhäuser. Im Gegensatz dazu wohnten in der höher gelegenen Oberstadt eher wohlhabendere Bürger, Händler und später auch Universitätsangehörige.

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Beier (2016) Werteplan Tübingen, S. 33