1. OG

Böttcher

Im Mittelalter und in der Neuzeit stellte der Böttcher alle möglichen Holzgefäße her, wie Fässer und Tröge. Diese waren damals für die Lagerung von Lebensmitteln, Getränken und anderen Waren unverzichtbar. Zum Bau der Fässer wurde meist Eichenholz genutzt, da es sowohl langlebig als auch stabil war und keine Flüssigkeiten durchließ. Um die geraden Bretter in Form zu bringen, setzte der Böttcher Wasser und Wärme ein. Eisenringe verstärkten das Fass oder den Bottich und machten sie - einmal verschlossen - enorm stabil. Im Zuge der Industrialisierung wurde die Herstellung von Fässern zunehmend automatisiert, aber der Böttcher blieb weiterhin für hochwertige, maßgeschneiderte Fässer zuständig, die vor allem für den Weinbau, die Spirituosenherstellung und die Lagerung von Bier benötigt wurden. Im Jahr 1699 wurde das Verdener Böttcheramt erstmals erwähnt, auch wenn es sicherlich zuvor bereits Böttcher in der Stadt gab.
Ein Böttcher arbeitete in der Großen Fischerstraße 21.
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