Büchsenmacher
Mit der Entstehung von Feuerwaffen im 14.
Jahrhundert stellten die Büchsenmacher
(damals wurden sie als Büchsenmeister
bezeichnet) Feuerwaffen wie Handbüchsen,
Kanonen und Bombarden her, kümmerten sich
um deren Wartung und waren für das
städtische Waffenlager zuständig. Aufgrund
ihres Fachwissens waren sie gefragte
Spezialisten, die teils hohe Vergütungen
erhielten und als Artilleristen an Kriegszügen
teilnahmen.
Mit der technischen Weiterentwicklung im 15.
Jahrhundert entstanden spezialisierte
Berufsgruppen wie Stückgießer, Büchsen-
macher und Pulvermacher. Nun stellten die
Büchsenmacher auch zunehmend Jagdwaffen
her. Außerdem bauten sie „Schauwaffen“, die
selten oder nie zum Einsatz kamen, sondern
eher als Statussymbol dienten und nur
ausgestellt wurden, bzw. an der Wand hingen.
Über die Büchsenmacher in Verden ist nur
wenig bekannt, um 1642 wurde der Büchsen-
macher Wilken Möller in der Süderstadt als
erster seines Gewerkes erwähnt. Bis ins frühe
19. Jahrhundert gab es in Verden Büchsen-
macher, sie bildeten jedoch nie ein Amt (Zunft),
auch wenn Verden für fast 350 Jahre eine
Garnisonstadt war. Es ist auch unklar, wer die
Büchsenmacher beauftragte und ob sie die in
Verden stationierten Truppen mit Material
versorgten.