1. OG

Silberschmied

Bereits im Mittelalter war der Beruf des Silberschmieds von großer Bedeutung, da Silber nicht nur als Währung und zur Herstellung von Schmuck, sondern auch für religiöse und zeremonielle Gegenstände wie Kelche, Kruzifixe und Reliquienbehälter verwendet wurde. Die Arbeit des Silberschmieds wurde sehr geschätzt, da sie viel Kunstfertigkeit und Präzision erforderte. Der Silberschmied arbeitete mit verschiedenen Techniken wie dem Treiben, Feilen, Schneiden und Löten. Eine der bekanntesten Techniken war das Filigran, bei dem feinste Silberdrähte zu kunstvollen Mustern und Verzierungen verarbeitet wurden. Silber wurde häufig mit Gold kombiniert, um besonders prächtige Werke zu schaffen. Ab der Neuzeit wurden immer mehr Produkte aus Silber hergestellt, die dann auch Einzug in die bürgerlichen Wohnräume hielten. Mit der nun aufblühenden Tischkultur wurden Bestecke, edle Schalen, Kerzenständer und anderes „Tafelsilber“ aus diesem „wertvollen“ Stoff hergestellt.