Silberschmied
Bereits im Mittelalter war der Beruf des
Silberschmieds von großer Bedeutung, da
Silber nicht nur als Währung und zur
Herstellung von Schmuck, sondern auch für
religiöse und zeremonielle Gegenstände wie
Kelche, Kruzifixe und Reliquienbehälter
verwendet wurde. Die Arbeit des
Silberschmieds wurde sehr geschätzt, da sie
viel Kunstfertigkeit und Präzision erforderte.
Der Silberschmied arbeitete mit verschiedenen
Techniken wie dem Treiben, Feilen, Schneiden
und Löten. Eine der bekanntesten Techniken
war das Filigran, bei dem feinste Silberdrähte
zu kunstvollen Mustern und Verzierungen
verarbeitet wurden. Silber wurde häufig mit
Gold kombiniert, um besonders prächtige
Werke zu schaffen.
Ab der Neuzeit wurden immer mehr Produkte
aus Silber hergestellt, die dann auch Einzug in
die bürgerlichen Wohnräume hielten. Mit der
nun aufblühenden Tischkultur wurden
Bestecke, edle Schalen, Kerzenständer und
anderes „Tafelsilber“ aus diesem „wertvollen“
Stoff hergestellt.